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„Wir unternehmen was“ setzt ein klares Zeichen

07.10.2014 | id:5621093

Zu Beginn der Aktionswoche „Wir unternehmen was“ setzte VDMA-Präsident Dr. Reinhold Festge ein deutliches Zeichen gegen weitere Regulierungen der Corporate Social Responsibility (CSR): „Wir übernehmen Verantwortung und dies aus Überzeugung“, hob er vor rund 80 Gästen aus Bundestag, Ministerien, Verbänden und gesellschaftlichen Gruppen hervor. „Im Maschinenbau haben wir die sogenannten Hidden Champions, die insgesamt rund 200 Milliarden Euro umsetzen, und eine Million Beschäftigte, die die Industrie ernährt“, sagte Thilo Brodtmann, stellvertretender VDMA-Hauptgeschäftsführer und Initiator der Woche, zum Auftakt in Berlin. Unternehmerische Verantwortung sei im Maschinenbau Tradition – und angesichts dieser Zahlen von hoher gesellschaftlicher Bedeutung.

Während der Aktionswoche, die vom 15. bis 19. September 2014 deutschlandweit stattfand, konnten sich Besucher in mehr als 70 beteiligten Mitgliedsfirmen davon überzeugen: „Wir öffnen die Werkstore, weil ganz einfach gilt: Hinsehen fördert das Verständnis füreinander“, sagte Festge bei der Auftaktverantstaltung. Die Vielfalt wurde dabei schon in seinem Beitrag deutlich. Von Projekten zur Energieeffizienz über die Förderung von Technikprojekten in Schulen bis hin zum Engagement in Afrika: Die Aktionswoche sei eine Möglichkeit, diese Projekte zu begutachten.

„Freiwilliges Engagement lohnt sich“
Mit der Formel „Verantwortung braucht Freiheit“ übergab Festge das Wort an den Parlamentarischen Staatssekretär beim Bundeswirtschafsministerium, Uwe Karl Beckmeyer, der dies bestätigte: „Freiwilliges gesellschaftliches Engagement lohnt sich – für die Gesellschaft und die Unternehmen. Darin kommt ein unternehmerisches Selbstverständnis zum Ausdruck, das den Kern unserer sozialen Marktwirtschaft ausmacht.“ Daher habe Bundesminister Gabriel gern die Schirmherrschaft für die Aktionswoche des VDMA übernommen.

Elf Milliarden Euro für Engagement
Auch aus der Wissenschaft kam Unterstützung: „Regeln müssen eine moralische Ordnung haben, aber sie dürfen nicht der einzige Ort der Moral sein“ führte Prof. Dr. Michael Hüther vom Institut der Deutschen Wirtschaft Köln aus. Es gehe auch um die Einstellung der Handelnden. CSR lohne sich jedoch auch ökonomisch, so Hüther, wenn Unternehmen darauf achteten, dass es zu ihrem Geschäftsmodell passe. Nach seinen Berechnungen stelle die deutsche Wirtschaft jährlich rund elf Milliarden Euro für bürgerschaftliches Engagement bereit. Hinzu kämen jedoch immer stärker auch Unternehmen, die ihre Mitarbeiter für entsprechende Tätigkeiten freistellen würden. In den zahlreichen Gesprächen im Anschluss an die Auftaktveranstaltung zeigten die Teilnehmer großes Interesse an der VDMA-Aktionswoche. Eine Ausstellung selbst entwickelter Technikprojekte von Schülern aus Oelde rundete das Programm ab.

Regionale Beispiele zeigen Vielfalt
Maschinenbauer in ganz Deutschland handeln nachhaltig und zukunftsorientiert. So haben sich Mitgliedsunternehmen aus den Kreisen Warendorf und Gütersloh zusammengetan, um unter dem Motto „Wir leben Technik“ jungen Menschen mehr Technikfreude zu vermitteln. Innerhalb der Aktionswoche stellen beteiligte Unternehmen ihre Aktivitäten vor – von naturwissenschaftlichen Experimenten in Kindertagesstätten über Roboter-Arbeitsgemeinschaften in weiterführenden Schulen bis zu Kooperationen mit Fachhochschulen. Einen weiteren Schwerpunkt verdeutlicht das Energieeffizienz-Netzwerk München-Oberbayern: Die Hawe Hydraulik SE beispielsweise konnte im Werk Freising den Energieverbrauch um mehr als 14 Prozent und die CO2-Emmissionen um fast 19 Prozent von 2008 bis 2013 senken. Die Erfahrung zeigt, dass dies ein überdurchschnittlicher Einsparerfolg ist. Bei der Werkseröffnung in Kaufbeuren stellte Hawe aktuelle Effizienzmaßnahmen vor. Auch Jenoptik engagiert sich nicht nur in Jena, sondern an allen Firmenstandorten für ein attraktives, familienfreundliches Arbeitsumfeld. Dazu gehören Kunst- und Kulturprojekte sowie Kooperationen mit sozialen Vereinen und wissenschaftlichen Instituten.

Glaubwürdigkeit der Industrie begründet
Die positive Resonanz in der Politik, bei gesellschaftlichen Gruppen und den Menschen vor Ort zeigen deutlich: Die VDMA-Aktionswoche wird nur der Anfang einer umfassenden Kampagne sein. Denn das Motto „Tue Gutes und rede darüber“ dient auch in der politischen Interessenvertretung, bei den sogenannten „harten“ und „weichen“ Themen gleichermaßen. Die erfolgreiche Aktionswoche hat gezeigt, dass der Maschinen- und Anlagenbau seine Glaubwürdigkeit nicht in PR-Kampagnen behaupten muss, sondern sie aus seinem freiwilligen Engagement heraus begründet.
 

Feuerbach, Timo
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