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Hilfe für Flüchtlinge

24.05.2016 | id:13513245

Der Maschinenbau stellt sich gesellschaftlichen Herausforderungen und unterstützt die Integration von Flüchtlingen von der Erstaufnahme bis hin zu Betreuung und Bildung.

Für Maschinen- und Anlagenbauer in Deutschland gehen wirtschaftlicher Erfolg und gesellschaftliche Verantwortung Hand in Hand. Viele Unternehmer halten es für selbstverständlich, Flüchtlingen beispielsweise die Ankunft und den Aufenthalt in Deutschland zu erleichtern.

Mitarbeiter für Ehrenamt freigestellt
Freiwillige Helfer in Erstaufnahmestellen und Unterkünften sind elementar. Mitarbeiter, die sich freiwillig in Flüchtlingsheimen engagieren, stellt zum Beispiel die genua gmbh aus Kirchheim in einem definierten Umfang frei. So erkennt das Kirchheimer Unternehmen das Ehrenamt seiner Beschäftigten an und fördert das Miteinander.
Dr. Michaela Harlander, Geschäftsführerin, beschreibt das Engagement ihres Unternehmens: „In Kirchheim sind 350 Flüchtlinge untergebracht. Als Unternehmen vor Ort möchten wir den Neuankömmlingen eine Perspektive bieten.“ Zusätzlich bietet genua Praktika und Ausbildungsplätze an.

Sprachhürde überwinden
Seit November 2015 organisieren die Mitarbeiter der Basler AG, Ahrensburg, ehrenamtlich Deutschunterricht für Flüchtlinge. Denn die größte Hürde bei der Integration ist, die deutsche Sprache zu erlernen. Das Unternehmen stellt die Räumlichkeiten für den Unterricht sowie das Lehrmaterial und hat sogar eine elektronische Lernplattform für mobile Endgeräte entwickelt.
„Mittelfristiges Ziel der Vernetzung mit Flüchtlingen ist, diese als Auszubildende oder Fachkräfte zu gewinnen. Dafür sind gute Deutschkenntnisse eine Grundvoraussetzung“, sagt Dietmar Ley, Vorstandsvorsitzender der Basler AG.

Gemeinsame Projekte mit Partnern
Auch die Freudenberg SE mit Stammsitz in Weinheim unterstützt im Rahmen einer unternehmensweiten Hilfsinitiative für Flüchtlinge verstärkt Sprach- und Bildungsangebote. Ein wichtiger Kooperationspartner ist das Goethe-Institut.
„Ob ein junger Mensch ankommt, sich integriert, das Selbstvertrauen aufbaut, das er braucht, um das eigene Leben in die Hand zu nehmen – all das steht und fällt mit seinen Sprachkenntnissen“, sagt Dr. Mohsen Sohi, Vorstandssprecher der Freudenberg-Gruppe.
Die Freudenberg-Initiative für Flüchtlinge ist zunächst auf fünf Jahre ausgelegt, mindestens bis 2019. Bisher wurden rund 50 Projekte im In- und Auslandmit mehr als 800 000 Euro unterstützt – von der lokalen Bürgerinitiative bis zur langfristigen Kooperation. Die meisten Projekte haben Freudenberg-Mitarbeiter selbst vorgeschlagen. Viele Mitarbeiter engagieren sich auch persönlich für Flüchtlinge.

Gebäude für Erstaufnahme
Weil Passau direkt auf der sogenannten Balkanroute liegt, reagierte der größte Arbeitgeber der Region, die ZF Friedrichshafen AG, mit praktischer Unterstützung: Ein seit 2010 leer stehendes ZF-Gebäude wurde baulich adaptiert und als Notunterkunft umfunktioniert. Das Gebäude bietet bis zu 300 Asylbewerbern Platz. Menschen sind dort nur für die kurze Dauer der Erstaufnahme bis eine andere Unterkunft gefunden ist.
Roland Biebl, Leiter Berufsbildung bei der ZF Friedrichshafen AG in Passau, sagt: „Als Stiftungsunternehmen fördert ZF seit jeher ein respektvolles, faires Miteinander von Menschen unterschiedlicher Herkunft, Religion und Kultur. Deshalb ist es selbstverständlich, dass wir für Menschen, die vor Bomben, Terror und Verfolgung flüchten, humanitäre Ersthilfe leisten.“

Kontakt zu "Wir unternehmen was"
Stefanie Seele, VDMA-Hauptstadtbüro
Telefon: +49 30 30 69 46-24
stefanie.seele@vdma.org

Weitere Informationen finden Sie unter www.wir-unternehmen-was.de

Bildquelle : Freudenberg – Deutschunterricht für Flüchtlinge in Weinheim

Seele, Stefanie
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